Curriculum 2021

"Schematherapie bei Erwachsenen"

Zeitraum: April bis November 2021

Das Curriculum setzt sich aus fünf Workshops zusammen. 

Es deckt die von der International Society of Schema Therapy (ISST) für die Zertifizierung

geforderten 54 Unterrichtseinheiten ab (bei uns sind es 56) und ist durch diese anerkannt.

Für die Kurse sind Fortbildungspunkte bei der PTK Bayern beantragt.

Mehr Infos und Kursbuchung: klicken Sie auf den Veranstaltungstitel.

Es können sowohl Einzelkurse als auch das Gesamt-Curriculum gebucht werden. Die Kurse können bereits vor der Approbation besucht werden, für die Zertifizierung ist jedoch die Approbation Voraussetzung.

11. und 12. Juni 2021

16. und 17. April 2021

9. und 10. Juli 2021

16. Oktober 2021

12. und 13. November 2021

Aufbau und Inhalte des Curriculums "Schematherapie bei Erwachsenen"

WS 1: Einführung in die Schematherapie

Referentin: Dr. Petra Zimmermann

Im ersten Workshop lernen Sie das Konzept der Schematherapie, die verschiedenen Schemata, Bewältigungsstile und das Moduskonzept kennen. Weiterhin werden die speziellen Elemente der schematherapeutischen Beziehungsgestaltung vorgestellt: begrenzte elterliche Fürsorge, Grenzen setzen, empathische Konfrontation und angemessene Selbstoffenbarung (siehe auch Workshop 5).

WS 2: Arbeit mit den Schemata, Schwerpunkt: Imaginationen

Referent: Dr. David Höhn

Der zweite Workshop vermittelt, wie Sie anhand imaginativer Techniken Schemata und Modi mit frühen Kindheitserfahrungen gewinnbringend verbinden können. Sie lernen diagnostische Imaginationen, "imaginatives Überschreiben" und "begrenzte elterliche Fürsorge" für die Kind-Modi kennen.

Sie erfahren, wie Sie sich gemeinsam mit den Patient(inn)en gegen deren Schemata und dysfunktionale Bewältigungsstile verbünden können. Außerdem werden Methoden wie der Einsatz von Tagebüchern, Schema-Dialogen, Flashcards und das gemeinsame Erstellen schriftlicher "Schemamemos” zur besseren Übertragung gelernter funktionaler Verhaltensweisen in den Alltag vorgestellt.

WS 3: Arbeit mit den Modi, Schwerpunkt: Stuhldialoge und Rollenspiele

Referentin: Andrea Voß


Im dritten Workshop lernen Sie, erlebnisaktivierende und emotionsfokussierte Rollenspiele und Stuhldialoge zwischen den verschiedenen Modi zielführend einzusetzen. Ihnen wird vermittelt, wie Sie insbesondere maladaptive Bewältigungsmodi und strafende/fordernde Elternmodi mittels empathischer Konfrontation begrenzen sowie den gesunden Erwachsenenmodus entwickeln und unterstützen können.

WS 4: Fallkonzeptualisierung, diagnostische Methoden

Referent: Dr. Martin Rein

Im vierten Workshop werden Sie darin geschult, ein schematherapeutisches Fallkonzept für Ihre Patient(inn)en zu erstellen. Sie erfahren, wie dabei aus maladaptiven Schemata, Modi, unerfüllten Bedürfnissen, etc. Therapieziele und effektive schematherapeutische Behandlungsstrategien entwickelt werden können.

Darüber hinaus lernen Sie das Spektrum diagnostischer Methoden der Schematherapie genauer kennen. Sie üben die Anwendung von Interviews, diagnostischer Imaginationen und von Fragebögen (z. B. Young Schema Questionnaire - YSQ, Schema Mode Inventory - SMI, Young Parenting Inventory - YPI).

 

WS 5: Die therapeutische Beziehung, schwierige Therapiesituationen

Referentin: Dr. Petra Zimmermann

Ein Schwerpunkt des fünften Workshops liegt auf der Vertiefung der Arbeit in der therapeutischen Beziehung. Sie erfahren mehr über den Einsatz der empathischen Konfrontation, einer angemessenen Selbstoffenbarung oder über das angemessene Begrenzen von Patienten. Sie lernen, mit Schwierigkeiten in der Behandlung umzugehen, die aus der Aktivierung eigener Schemata resultieren. Ziel ist es, eigene Schemata zu erkennen und zu berücksichtigen, wenn sie in der Therapiesitzung getriggert werden.

Weiterhin konzentriert sich der Workshop auf den Umgang mit schwierigen Therapiesituationen, z. B. wenn Patient(inn)en wegen eines starken Beschützermodus eigene Emotionen nicht ausdrücken können. Sie erfahren, wie Sie mit ärgerlichem, kritischem, abweisendem oder auch anhänglichem Verhalten von Patienten umgehen können. 

Literaturempfehlungen

Faßbinder, E., Schweiger, U. & Jacob, G. (2016). Therapie-Tools Schematherapie: Mit E-Book inside. Weinheim: Beltz.

 

Farrell, J.M., Reiss, N. & Shaw, I.A. (2014). The Schema Therapy Clinician`s Guide. Wiley-Blackwell.

 

Jacob, G & Arntz A. (2011). Schematherapie in der Praxis. Weinheim: Beltz.

Reusch, Y. & Valente, M (2015). Störungsspezifische Schematherapie. Weinheim: Beltz.

 

Roediger, E. (2011). Praxis der Schematherapie – Lehrbuch zu Grundlagen, Modell und Anwendung. 2. Vollstandig uberarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Schattauer.

 

Young, J. & Klosko, J.S. (2010). Sein Leben neu erfinden – Reinventing your life. Paderborn: Junfermann.

 

Young, J. E., Klosko, J. S., & Weishaar, M. E. (2003). Schema therapy: A practitioner’s guide. NewYork, NY: Guilford Press.

Institut für Schematherapie München (IST-M) 

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